Energiebilanzen

Für alle Arten von Bauvorhaben und Gebäuden analysieren wir die Energieströme und –verbräuche. Wir untersuchen bestehende Gebäude und Neubauvorhaben, berechnen die Energiekennwerte vom Heizwärmebedarf bis zum Primärenergiebedarf inklusive des Stromverbrauchs nach allen gängigen und sinnvollen Rechenverfahren, wie DIN- und EN-Normen, Energieeinsparungsverordnung (EnEV) inkl. Nichtwohngebäude mit DIN V 18599, Leitfaden energiebewusste Gebäudeplanung aus Hessen (LEG), auch bekannt unter Energiepass Heizung/Warmwasser (EPA-HW), Passivhaus-Projektierungspaket (PHPP) u.a., und können auch 1-D-Simulationen durchführen. Besonders berücksichtigen wir aktive und passive Solarenergienutzung, Lüftungsverhältnisse und den Feuchtehaushalt.

Wir überprüfen auch solche Berechnungen im Rahmen der Qualitätssicherung. Zur detaillierten Bestimmung geforderter und Kennwerte führen wir entsprechende Messungen zur Luftdichtheit (Blower-Door-Test), Feuchte oder auch Oberflächentemperaturen durch. Außerdem bieten wir auch Analysen mit Hilfe von Thermografien, bei Bedarf auch in Kombination mit Blower-Door-Messungen. Damit können wir auch Unterschiede zwischen einer geplanten und später tatsächlich eingetretenen Energiebilanz bestimmen und in Verbrauchs(mehr)kosten beziffern.

Für die betrachteten Gebäude (Alt- und Neubau) erstellen wir daraus alle Energiebedarfsberechnungen, die von Behörden oder in Förderrichtlinien vorgeschrieben sind, und stellen die entsprechenden Nachweise und Energie- bzw. Gebäudepässe aus. Dabei vergleichen wir auch den Ist-Zustand und die neu konzipierten Alternativen. Der Energiebedarfsausweis wird nach der aktuellen EnEV ausgestellt.

Den Luftdichtheitsnachweis erbringen wir nach der DIN EN 13829 und damit nach den Anforderungen aktuellen EnEV bzw. der DIN 4108-7, wobei wir uns außerdem an die Qualitätsrichtlinen des FLiB halten.

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Ökobilanz

Für diejenigen, die neben dem Verbrauch auch die Aufwendungen für das Gebäudes selbst mit berücksichtigen wollen, berechnen wir auch die Ökobilanz:

Bei der Betrachtung der ökologisch relevanten Eigenschaften eines Gebäudes spielen, wenn man den gesamten Lebenszyklus einen Hauses betrachtet, neben dem Heiz-Energieverbrauch auch der Aufwand für den Bau mit der Wärmedämmung, die Instandhaltung und die Möglichkeit des Recyclings der Baumaterialien eine entscheidende Rolle. Eine Bewertung hinsichtlich des gesamten ökologischen Aufwandes eines Gebäudes - von der Erstellung über die Nutzung und Instandhaltung bis zum Abriss - wird Ökobilanzierung genannt. Die Ökobilanz berechnen optimieren wir mit Hilfe einer Datenbankapplikation, der BauBioDatenbank.

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Qualitätssicherung am Bau

Die Qualitätssicherung am Bau ist ein sehr wichtiges Thema, da nach vielen Negativ-Schlagzeilen über Pfusch am Bau das Vertrauen der KundInnen und Bauherren in die Bau-Ausführenden gestört ist. Mit Hilfe unabhängiger Berater und Qualitätssicherung kann dieses Vertrauen zurückgewonnen werden. Damit kann jede beteiligte Partei eine Garantie ermöglichen, dass die geplante und geforderte energetische Qualität am Bau auch tatsächlich erreicht wird. Wir bieten vor diesem Hintergrund eine erfahrene, qualifizierte und unabhängige Instanz zur Qualitätssicherung an.

Der große Vorteil einer Qualitätssicherung ist, dass die Gefahr verdeckter Mängel sehr stark reduziert werden kann und die vorausberechneten Heizkosten auch tatsächlich in dieser Größenordnung liegen. Dadurch wird auch die langfristige Werterhaltung der Immobilie gesichert. Diese wird auch dadurch gestärkt, dass eine ausführliche Dokumentation am Ende der Bauzeit auch langfristig nachvollziehbar macht, wie was gebaut wurde. Diese Dokumentationen werden meist als Gebäudebrief oder Gebäudepass bezeichnet.

Die Qualitätssicherung teilt sich in 2 Phasen, die Planung und die Bauausführung. Gerade in der Planung passieren auch heute noch - oft aus Zeitmangel - sehr viele Fehler, die mit einer unabhängigen Qualitätssicherung vermieden werden könnten. Auch Fehler hinsichtlich bauphysikalischer Auslegungen können wir zu diesem Zeitpunkt noch entdecken.

Zur Überwachung der Bauausführung bieten wir auch die notwendigen Messverfahren an. Damit bestimmen wir z.B. die Luftdichtheit oder Holzfeuchte. Die erstere führen wir nach den Qualitätsstandards des Fachverbandes Luftdichtheit im Bauwesen (FLiB) durch.

Neben Beratung und Überwachung bieten wir auch die Qualitätssicherung im Rahmen des

  • RAL-Gütezeichens energieeffiziente Gebäude, des

  • Gebäudebriefes des AKÖH - Arbeitskreises ökologischer
    Holzbau e.V. und

  • des Passivhaus-Projektierungspaket vom Passivhaus-Institut.

Auch im Falle, dass Mängel oder Streitfälle aufgetreten sind, bieten wir Beratung, Berechnungen und Gutachten an, um diese Probleme zu lösen.

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Beratung

Die individuelle und unabhängige Beratung ist für uns ein zentrales Anliegen. Jedes Gebäude ist anders, jede/r Bauherr/in hat andere Wünsche, Vorstellungen und finanzielle Möglichkeiten. Bei uns stehen Sie als KundInnen im Mittelpunkt und unser Anliegen ist es, Sie bei der Umsetzung Ihrer Vorstellungen zu unterstützen.

Diese Beratungsleistung bezieht sich neben Wohngebäuden auch auf Bürogebäude und Industriehallen, egal ob neu oder alt. Und wir kümmern uns nicht nur um den winterlichen, sondern auch um den sommerlichen Wärmeschutz, der von der Wärmedämmung und der passiven Sonnenenergie-Einstrahlung abhängt, und damit der Reduktion von Kühlleistungen. Für die gewerblichen Immobilien kommt neben wärmetechnischen Betrachtungen auch eine detaillierte Tageslichtkonzeption dazu.

Nun führen wir selbst keine Detail-Planungsarbeiten durch und handeln mit keinen Produkten. Dadurch sind wir unabhängig von Provisionen und haben kein Interesse, die Bauleistungen in die Höhe zu treiben, sondern wir helfen Ihnen, Kosten zu sparen und Ressourcen effektiv einzusetzen, wo immer es möglich ist.

Unsere Beratungen sind fachlich fundiert, vor allem auch hinsichtlich der Anforderungen an die Bauphysik, und über die Energieberechnungen und Messtechnik können wir auch komplexe Fragen beantworen.

Wir beraten Sie zu allen Themen, die Sie links im Index finden. Die Details sind auf dieser Seite erläutert; d.h. wenn Sie alles in Ruhe ohne online-Kosten lesen wollen, speichern Sie diese Seite lokal ab.

Außer Beratungen bieten wir auch Vorträge und Seminare zu verschiedenen Themen rund um's energiesparende Bauen.

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Altbausanierung und Denkmalschutz

Als Grundlage für Sanierungsvorhaben von Altbauten (d.h. vor Baujahr ~ 2002) sollte das vorhandene Gebäude gründlich analysiert werden. Dazu brauchen wir evtl. vorhandene Baupläne, die bisherigen Verbrauchswerte und, als wesentlichster Bestandteil, eine ausführliche Untersuchung des Gebäudes vor Ort. Dabei werden alle Wände, Fenster, Dachflächen, Decken usw. gründlich auf ihre energetischen Eigenschaften untersucht. Ebenso werden die bauphysikalischen Eigenschaften bewertet, um evtl. vorhandene Problembereiche zu erkennen. Auch offensichtliche Probleme, wie z.B. Schimmelbildung, können wir dabei mit Hilfe einer Feuchtigkeitsmessung analysieren. Außerdem berücksichtigen wir auch die Lage bezüglich Sonneneinstrahlung, Windexposition, benachbarten Gebäuden, Wetter, Ausrichtung usw., um diese wichtigen Faktoren in die Bewertung mit einfließen zu lassen.

Die vorhandenen Heizsysteme beurteilen wir hinsichtlich ihres technischen Zustands und ihrer Auslegung. Die Möglichkeit einer Integration vorhandener, noch brauchbarer Anlagenteile in ein nachhaltiges Gesamtkonzept erwägen wir dabei auch. Bei schützenswerten Altbauten wird vor Ort beurteilt, wie die Fassaden sinnvoll erhalten und energetisch saniert werden können.

Mit diesen Daten berechnen wir den Energiebedarf und analysieren die Problembereiche. Als Ergebnis resultiert aus den Berechnungen, entsprechend den Wünschen des Bauherrn / der Bauherrin, ein Konzept und Prioritäten für die Sanierungsmaßnahmen inkl. einer Wirtschaftlichkeitsberechnung der angestrebten einzelnen Maßnahmen und Alternativen. Für die ausgewählten Maßnahmen können wir daraus auch die Energiebedarfsberechnung erstellen und, wenn erforderlich, für die Genehmigung der Maßnahmen einen Energiebedarfsausweis.

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Optimierung des Energiebedarfs bei Neubauten

Für Neubauten bestimmen wir die Energieströme schon während der Planungsphase, am effizientesten in enger Zusmmenarbeit mit den ArchitektInnen. Dabei berücksichtigen wir alle Einflussfaktoren über Geometrie, Heiz- und Lüftungssytem, Baustoffauswahl, passive Solarenergieeinträge, innere Wärmelasten und äußere Rahmenbedingungen, wie Lage, Verschattung usw. Die Berechnung erfolgt über Softwareprogramme, entsprechend den Anforderungen des Kunden.

Bei dieser frühzeitigen Planungsbegleitung können wir auch hinsichtlich aller Aspekte in Planung und Auswahl der Wärmedämmung, des Heizsystems oder der Lüftungsverhältnisse beraten und individuell optimierte Lösungen finden. Auch die Tageslichtnutzung und den effizienten Einsatz elektrischer Energie können wir auf diese Weise optimieren. In diesen Zusammenhängen betreuen wir das Bauprojekt als unabhängige Instanz zur Qualitätssicherung. Auch können auf Wunsch detaillierte Analysen des wärmetechnischen Verhaltens des Gebäudes mit Hilfe von Simulationen erstellt werden.

Am Ende des Planungsprozesses entsteht aus der Berechnung die Energiebedarfsberechnung, eine Heizkostenabschätzung und/oder der notwendige Energiebedarfsausweis.

Speziell für Niedrigenergie-Häuser (NEH) und Passivhäuser bieten wir neben den einfachen Wärmebedarfsberechnungen ausführlichere Energiebedarfsberechnungen - und damit Verbrauchskosten-Schätzungen - nach dem Leitfaden für energiebewusste Gebäudeplanung (LEG), auch bekannt als Energie-Pass Heizung/Warmwasser (EPA-HW), oder dem aktuellen Passivhaus-Projektierungspaket (PHPP) an. Unter NEH versteht man einen Energiestandard, der bei 50% bis 75% des Wärmebedarfs gegenüber der alten Wärmeschutzverordnung WSVO'95 liegt, bei Passivhäusern darf der Energiebedarf für Heizung, Warmwasser und Hilfsenergien einen Wert nicht überschreiten, der bei ca. 15% des Heizwärmestandards der alten WSVO'95 liegt. Die Anforderungen der Energieeinsparverordnung EnEV liegen, was den Heizwärmebedarf angeht, ungefähr auf dem gleichen Niveau wie die alte WSVO'95, der versprochene Effekt der Energieeinsparung (von 30% auf NEH-Standard) wird über vorgegebende Randbedingungen nur rechnerisch erreicht.

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Beratung zum Heizsystem

Wir beraten ausführlich nach unseren Energiebedarfsberechnungen, wie die notwendige Wärme am günstigsten bereit gestellt werden kann. Dazu konzipieren wir ein auf den individuellen Fall abgestimmtes Gesamtkonzept, das bezüglich der Energieeffizienz und der Wirtschaftlichkeit optimiert ist. Die komplette Heizungsanlage und Warmwasserbereitung wird entsprechend den Kundenwünschen entwickelt, wobei wir alle konventionellen und regenerativen (siehe dazu die folgende Liste) Heizungsarten bzw. Einsparungsmaßnahmen kombinieren und vorhandene Systemkomponenten integrieren. Dazu berücksichtigen wir auch alle Randbedingungen, wie z.B. Wärmedämmung, Belüftung, vorhandene Geräte oder auch in Zukunft geplante Maßnahmen.

Ein wichtiger Aspekt ist für uns, dass keine Überdimensionierung der Heizungsanlage erfolgt, da dies zu hohe Investitions- und Betriebskosten nach sich zieht. Alleine dadurch können sich die Beratungskosten durch die Kosteneinsparung der Investition amortisieren.

Das gilt in vielen Fällen schon für den einfachen Austausch eines Brenners oder Kessels. Dabei können bei geeigneter Auswahl von Hersteller und Typ mit Hilfe der modernsten Technologie noch durchaus beachtliche Einsparungspotentiale ausgeschöpft werden.

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Folgende Systeme berücksichtigen wir in unseren Konzepten. Auf Wunsch kontrollieren wir alle Einstellungen während und nach der Inbetriebnahme.

Solartechnik

Für den Einsatz von solarthermische Anlagen (Sonnenkollektoren) eignen sich sehr viele Dachflächen. Auch in Köln ist es lohnend, diese Technik einzusetzen. Der technische Entwicklungsstand moderner Sonnenkollektoren ist inzwischen großserientauglich, die Kinderkrankheiten sind überwunden.

Es gibt zwei Ansätze, wie Sonnenkollektoren üblicherweise eingesetzt werden:

  1. Zur Warmwasserbereitung. Vorteil sind einfache Systeme, die Sonnenenergie wird ganzjährig voll genutzt. Nachteil ist, dass eine zentrale Heizungsanlage nur während 2 bis 3 Monaten im Sommer abgeschaltet werden kann.
  2. Zur Warmwasserbereitung und zur Heizungsunterstützung. Vorteil ist, dass auch in der Übergangszeit die konventionelle Heizung abgeschaltet werden kann und somit 4 bis 6 Monate nur mit Solarenergie geheizt wird. Nachteil ist, dass es im Sommer Wärmeüberschüsse gibt, die (noch) nicht genutzt werden können. Zur Zeit können nur in neu geplanten Siedlungen diese Überschüsse über saisonale Speicher im Winter genutzt werden.

Bei Mehrfamilienhäusern kann es sein, dass aufgrund der relativ kleineren nutzbaren Dachfläche nur eine Warmwasserbereitung in Frage kommt. Wir entwerfen immer individuelle Konzepte entsprechend den Möglichkeiten und Wünschen des Kunden. Bei Sanierungen wird auf die Integration erhaltenswerter alter Anlagenelemente wie z.B. Warmwasserspeicher oder Heizkessel Wert gelegt.

Wir suchen die geeignetsten Kollektoren heraus und simulieren für Sie die solaren Gewinne unter Berücksichtigung Ihrer Randbedingungen. Über diese passende Auswahl können wir die Gewinne der Anlage vor allem bei Einschränkungen der Kollektorfläche (Verschattung, ungünstige Ausrichtung, begrenzte Fläche) maximieren.

Biomasse / Holz

Am Markt für Kessel zur Biomasse-Nutzung ist derzeit einiges im Umbruch. Ausgehend von einer Bundesförderung für Pelletkessel boomt diese Sparte. Pellets, getrocknete und aus Holzspänen gepresste 'Flips', verbrennen im Vergleich zu Scheitholz relativ sauber. Auch eine automatische Regelung ist möglich, was somit Holz erstmals zu einem komfortablen Zentralheiz-Brennstoff werden lässt. Änliches gilt für Holzhackschnitzel, die allerdings nur in größeren Anlagen rentabel sind. Daneben gibt es weiterhin Biogas, das nach wie vor das größte Potenzial für eine regenerative Energiewirtschaft bietet. Biogasanlagen sind dort, wo es größere Mengen an organischen Abfällen gibt (Landwirtschaft, Kläranlagen, Kompostierungen etc.) rentabel und lassen sich sehr effizient und i.d.R. schadstoffarm nutzen.

Andrerseits gibt es nach wie vor eine große Anzahl von Öfen (Kamin- und Kachelöfen, Küchenherde) zur Verbrennung von Scheitholz, die in Einzelfällen durchaus sinnvoll sein können, jedoch muss immer beachtet werden, dass bei dieser Verbrennung von Holz höhere Schadstoffmengen frei werden. Gleichwohl ist es ein regenerativer Brennstoff, der eine ausgeglichene CO2-Bilanz hat.

Interessant an vielen neuen Öfen ist, dass sie nicht nur direkt Wärme in den Raum bringen, sondern über wassergeführte Systeme die erzeugte Wärme teilweise speichern können, z.B. im solaren Pufferspeicher.  →

Energiespeicher

Die Speicherung von Energie, Wärme und Strom, ist derzeit die größte Hürde der Entwickler auf dem Weg ins solare Energiezeitalter. Die Speicherung gleicht den zu unterschiedlichen Zeiten produzierten und benötigten Energiefluss aus. Unnötige Speicherung ist nicht nur teuer, sondern führt auch zu erhöhten Energieverlusten, weswegen wir auch zur Auswahl und Dimensionierung der Speicher beraten.

So beraten wir zu Warmwasserspeichern für Brauchwasser oder zur Pufferung, zu saisonalen (Erd-) Speichern, zu chemischen Sorptionsspeichern (sind noch in der Entwicklung) und zu weiteren Speichermöglichkeiten. Auch Speichersysteme für elektrische Energie, zur autarken Stromversorgung gehören dazu.

Brennwerttechnik

Die notwendige konventionelle Restheizung wird soweit möglich mit Brennwerttechnik realisiert. Dabei wird die Neuinstallation geplant oder im Sanierungsfalle der Ersatz und die Umrüstung verglichen. Auch eine Umrüstung kann in bestimmten Fällen in Betracht gezogen werden, was besonders niedrige Installationskosten ermöglicht. Damit wird auch das Problem feuchter oder versotteter Kamine gelöst bzw. es sind neue, wirtschaftliche Möglichkeiten für den Ersatz des Kamin möglich.

BHKW / Blockheizkraftwerke

Bei bestimmten Objekten, z.B. größere Wohnhäuser oder bei Nutzung der Gebäude durch Gewerbe oder Büros und Praxen ist es sinnvoll, statt einer herkömmlichen Heizung ein BHKW einzusetzen. Damit produzieren Sie neben der Wärme auch Strom, den Sie selbst verbrauchen oder aber auch ins öffentliche Netz speisen können. Diesen Strom bekommen Sie vom Versorgungsunternehmen vergütet, falls Sie das BHKW mit Biomasse betreiben, sogar relativ gut bezahlt. Damit ist ein BHKW die einzige Möglichkeit, Geld mit seiner Heizungsanlage zu verdienen. Die Integration in das Heizungssystem wird über Pufferspeicher problemlos gelöst.

Wenn Sie zusätzlich eine (autarke) Selbstversorgung mit elektrischem Strom angestreben, berechnen wir mit Hilfe einer Simulation und den möglichen weiteren Stromerzeugern, wie Solarzellen oder Windkraft, die Deckungsraten und Speichergrößen. Dadurch wird über das ganze Jahr eine vollständige autarke oder bilanzielle eigene Stromerzeugung ermöglicht.

Brennstoffzellen

Eine derzeit viel diskutierte Variante der BHKW ist die Brennstoffzelle. Brennstoffzellen funktionieren umgekehrt wie die Elektrolyse, also als chemische Umwandlung von Wasserstoff mit Sauerstoff zu Wasser. Da keine Verbrennung stattfindet, ist dieser Prozess schadstofffrei und deswegen für den Klimaschutz eine wichtige Technologie. Brennstoffzellen zur Energiebereitstellung in Gebäuden sind gerade am Markt eingeführt worden und derzeit noch relativ teuer. Aber mehrere große Firmen versuchen zur Zeit diese Technologie zu etablieren. Mit steigender Akzeptanz und damit höheren produzierten Stückzahlen werden die Preise in absehbarer Zeit so weit sinken, dass die Technik breit eingesetzt werden kann.

Für die breite Anwendung wird vermutlich jedoch kein Wasserstoff als Brennstoff eingesetzt werden, sonder Erd- oder Methangas. Die dann notwendige Reformierung ist noch eine kleine Hürde, die Kosten verursacht, die Effizienz beeinträchtigt und zu einem CO2-Ausstoss führt.

Wärmerückgewinnung

Die Nutzung größerer gebäudeinterner Abwärmequellen wird können wir ebenfalls berücksichtigen. Das kann besonders interessant sein, wenn im Gebäude Gewerbe niedergelassen ist. So kann beispielsweise Abwärme von Kühlanlagen genutzt werden. Diese Wärmerückgewinnung kann über Wärmetauscher oder Wärmepumpen gelöst werden. Auch Lüftungsanlagen können selbstverständlich mit Wärmerückgewinnung ausgestattet werden. Sprechen Sie uns wegen Ihrer Abwärmequellen an!

Wärmepumpen

Für die Nutzung von Erdwärme oder von vorhandenen Abwärmequellen werden auch Wärmepumpen eingesetzt. Elektrisch betriebene Wärmepumpen sind aber nur nur bei sehr guter Planung und einem Monitoring während den ersten Jahren der Betriebsphase wirklich effizient und lohnend, in speziellen Einzelfällen mit niedrigen Heiztemperaturen und warmen Wärmequellen oder sehr geringem Heizwärmebedarf ist ihr Einsatz eher lohnend. Dagegen sind gasbetriebene Wärmepumpen durchaus sinnvoll, obschon deren Leistungsbereich i.d.R. für Einfamilienhäuser zu hoch ist.

Das Entschiedungskriterium für eine Wärmepumpe ist die Jahresarbeitszahl (JAZ oder SCOP) bei den gegebenen Bedingungen. Dieser Primärenergie-Wirkungsgrad wird von den Anlagenherstellern nur für Normbedingungen angegeben (COP), die realen Gegebenheiten werden nicht berücksichtigt. Ob der Einsatz wirklich lohnt - ökonomisch wie ökologisch - dazu können wir Sie individuell beraten und simulieren.

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Lüftungsanlagen

Bei modernen dichten Gebäuden sollte statt der üblichen unkontrollierten Lüftung über Ritzen und Fenster eine kontrollierte Wohnungslüftung die notwendige Luftwechselrate sicherstellen. Diese Anlagen können in den meisten Fällen auch mit Wärmerückgewinnung (WRG) ausgestattet werden, was bis circa 90% der Wärme der verbrauchten Luft zurückgewinnt. Wir legen für Sie die Lüftungsanlage nach Ihren Anforderungen aus. Neben Neubauten können auch Altbauten bei der Sanierung mit Lüftungsanlagen ausgestattet werden. Dabei gibt es verschiedene Ansätze, wie eine geeignte Lösung aussehen kann. So können einzelne Raumverbünde kostengünstig belüftet werden oder ganze Häuser mit zentralen Geräten ausgestattet werden. Dies hängt vom Gebäudezuschnitt und den vorhandenen oder geplanten Versorgungsschächten (Kamine), den gewünschten zu belüftenden Räumen und den heiztechnischen Anforderungen ab. Wir helfen Ihnen die günstigste Lösung zu finden.

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Erdwärme

Am weitesten verbreitet ist derzeit die Nutzung der Erdwärme über Luftwärmetauscher ohne zusätzlichen Anlagenaufwand. Dabei wird einfach die frische Zuluft für Lüftungsanlagen in Rohren, die um das Haus herum verlegt werden, vorgewärmt oder -kühlt. Dieses Konzept ist sehr günstig und in Kombination mit Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung besonders geeignet, weil dadurch auch ein Frostschutz für diese Anlagen erreicht wird.

Ein andere Möglichkeit zur Nutzung von Erdwärme über Erdsonden, die in tiefere Erdschichten reichen, sind Wärmepumpen. Diese Variante ist besonders sinnvoll, wenn neben der Hiezung eine aktive Kühlmöglichkeit im Sommer vorgesehen werden muss.

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Wärmedämmung

Die Wärmedämmung ist in der modernen Bautechnik eines der wichtigsten Elemente; sie entscheidet über die Behaglichkeit und Qualität des Gebäudes. Wir beraten Sie hinsichtlich der Auswahl der Dämmstoffe und empfehlen Ihnen bevorzugt baubiologisch unbedenkliche Materialien. Dabei richten wir uns zum Beispiel nach der Positivliste des Arbeitskreises ökologischer Holzbau im DHV e.V. (AKÖH).

Ohne Wind- und Luftdichtheit hilft jedoch die beste Wärmedämmung nichts. Und ohne Betrachtung möglicher Wärmebrücken kann ein Haus wesentlich mehr Energie verbrauchen, als Sie geglaubt oder kalkuliert hatten. Deswegen berechnen wir Ihnen auch unvermeidbare Wärmebrücken und beraten Sie, diese von vorneherein zu vermeiden.

Die Auswahl der Dämmstoffe ist vor allem unter bauphysikalischen Gesichtspunkten sehr wichtig. Feuchtetransport und Wärmespeicherung, Verarbeitungsmöglichkeiten und angepasstes Verhalten zur tragenden Konstruktion sind nur ein Teil der Eigenschaften, die bei der Auswahl der geeignetsten Dämmstoffe berücksichtigt werden sollten. Vor allem beim sanierungsbedürftigen Altbau, gar noch mit schützenswerter oder denkmalgeschützter Fassade, ist die Berücksichtigung all dieser Eigenschaften für das Gebäude von zentraler Bedeutung! Deswegen beraten wir Sie hinsichtlich der individuellen Probleme Ihres Bauvorhabens, ob mit Außen- oder Innendämmung, ob mit Schall- oder Brandschutzanforderungen. Vermeintlich günstige Lösungen können Sie sonst teuer zu stehen kommen!

Feuchteschutz

Traditionell werden Bauteile auf die Verträglichkeit der immer vorkommenden Wasserdampfdiffusion untersucht. Daraus entstand das mittlerweile berühmt-berüchtigte Glaser-Diagramm. Doch dieses zeigt nur einen Bruchteil der Lösung. Neben der direkten Durchströmung bzw. Konvektion durch feuchte Luft - siehe dazu auch das Stichwort Luftdichtheit - fehlen bei dieser Betrachtung völlig die Schlagregenbelastung als auch kapilare Transportvorgänge in den Bauteilen. Diese können mit der Simulationssoftware WUFI PRO gut berechnet werden. Damit lassen sich auch Aussagen über den langfristigen Verlauf der Feuchtigkeit im Bauteil unter realistischen Wetterbedingungen treffen.

Transparente Wärmedämmung

Speziell bei der Altbausanierung kann es sinnvoll sein, transparente Wärmedämmverbundsysteme einzusetzen. Bei Neubauten können transparente Dämmelemente in Glasfassaden, z.B. in Pfosten-Riegel-Konstruktion, integriert werden, ohne die Fassadenkonstruktion zu unterbrechen. Die ansonsten von der Wärmebilanz eher ungünstige Konstruktion kann dadurch verbessert werden. Nur müssen dann auch Verschattungselemente zum sommerlichen Wärmeschutz vorgesehen werden. Wir simulieren Ihnen die möglichen Wärmegewinne und können somit eine exakte Auslegung der transparenten Wärmedämmung erreichen.

Sommerlicher Wärmeschutz

Der sommerliche Wärmeschutz ist vor allem in Bürogebäuden besonders wichtig, weil dort teure Kühl- oder Klimaanlagen und Energiekosten eingespart werden können. Doch auch im Wohnungsbau kann über eine intelligente Planung die sommerliche Wärme aus dem Gebäude ferngehalten werden. Ein sommerlicher Wärmeschutz wird nicht primär über die Verschattung von Fenstern erreicht (das ist die letzte Möglichkeit), sondern über eine geeignete Gebäudeausrichtung, Einbringen von Speichermassen (auch geeignete Dämmstoff-Auswahl!), optimierte Fensterflächen, Tageslichtnutzung und Verringerung interner Wärmelasten. Auch hier können wir über die Berechnung der Energiebilanzen Ihre Planung optimieren.

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Fenster und Verglasungen

Die moderne Glastechnik bietet immer mehr Möglichkeiten von konventionellen Heizungkonzepten abzurücken, weil die Energieverluste deutlich reduziert wurden. Gleichwohl gibt es Grenzen des ökonomisch und ökologisch sinnvollen Verglasungsanteils der Fassaden, die stark von der Ausrichtung und Verschattung abhängen. Moderne Bürogebäude, die vollständig hinter Glasfassaden verschwinden, sind zwar wesentlich besser geworden, haben aber meist wesentlich höhere Energieverbräuche - im Sommer und Winter - zur Folge, als wirtschaftlich vertretbar sein sollte. Der Punkt ist, dass die Designansprüche vieler Architekten nicht hinterfragt werden und keine Vergleichsberechnungen der Nebenkosten für günstigere Entwürfe vorgelegt werden.

Eine genauere Betrachtung der Verglasung ist vor allem auch im Hinblick auf die passive Solarenergienutzung wichtig. Das gilt für die direkte Nutzung der Sonnenenergie, bei der transparenten Wärmedämmung und natürlich für die Tageslichtnutzung. Wir beraten Sie zu möglichen Verglasungen und optimalen Verglasungsanteilen Ihrer Entwürfe. Auch hier können wir über Simulationen aussagekräftige Ergebnisse errechnen, die Ihnen die Entscheidungen erleichtern.

Tageslichtnutzung

Günstig angeordnete und dimensionierte Glasflächen bieten die Möglichkeit, wesentlich mehr Tageslicht in die (Büro-)Räume zu bekommen. Über zusätzliche Lichtlenksysteme, wie z.B. spezielle, nach oben reflektierende Jalousien und einer bedarfsabhängigen Beleuchtungssteuerung können Kosteneinsparungen gegenüber herkömmlichen Büros von bis zu 60% erreicht werden.

Die Möglichkeiten sind in diesem Bereich sehr vielfältig. Wir beraten Sie dabei auch hinsichtlich des Blendschutzes und zu Designfragen.

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Beratung zu elektrischer Energieeinsparung

Hochwertige elektrische Energie ist teuer, aber durch effiziente Techniken und intelligente Planung auch einzusparen. Beispiele für Einsparmöglichkeiten sind

  • verbesserte Tageslichtnutzung
  • Vermeidung von Klima- bzw. Kühlanlagen
  • Warmwasseranschluss für Wasch- und Spülmaschine
  • Gasherd statt Elektroherd
  • Einsatz der berühmten Energiesparlampen
  • Geräte zur Verhinderung von Stand-By-Verlusten
  • und vieles mehr

Speziell die ersten Punkte sollten schon bei der Gebäudeplanung berücksichtigt werden, ansonsten können die Maßnahmen auch in Altbauten umgesetzt werden. Dazu bieten wir auch ausführliche Analysen Ihres Stromverbrauches nach dem SparWatt-Modell an und finden dabei Ihre „Stromfresser“, deren Austausch sich lohnt. Diese Beratungen sind für alle Haushalte sinnvoll, die mehr als 1500 kWh pro Jahr und Person verbrauchen.

Auf der anderen Seite steht die Stromproduktion die im kleinen Maßstab über Photovoltaik, BHKW, Brennstoffzellen oder auch Klein-Windkraftanlagen erfolgen kann. Speziell für Insellösungen, die autark vom öffentlichen Stromnetz die elektrische Energieversorgung sichern müssen, macht das Sinn. Wir beraten Sie hierbei zu Ihrem individuellen Stromversorgungskonzept.

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Optimierung der Wirtschaftlichkeit

Entsprechend den Wünschen des Bauherren / der Bauherrin und den technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten wählen wir die optimalen Alternativen aus und helfen Ihnen bei der Entscheidung. Die Auswahl der empfohlenen Geräte erfolgt neutral und unabhängig von Herstellerinteressen. Aufgrund unserer Erfahrung und unserer Marktkenntnis, können wir für Sie geeigneten Lösungen empfehlen. Diese Dienstleistung ist integraler Bestandteil unserer Beratungstleistungen.

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Fördermaßnahmen

Für die Energiesparberatung-vor-Ort sind wir zugelassen, ebenso für die Berechnungen für Förderkredite der KfW bzw. der durchleitenden Landesbanken. Dabei werden im wesentlichen die Analysen und Berechnungen durchgeführt, die bei den Energiebilanzen beschrieben sind.

Die vielfältigen, aktuell angebotenen Fördermittel werden in die Wirtschaftlichkeitsberechnung einbezogen und der Antrag für den Kunden entsprechend vorbereitet. Es werden lokale, landes- und bundesweite Förderprogramme berücksichtigt. Auch diese Dienstleistung ist integraler Bestandteil der anderen Dienstleistungen. Die aktuellen Fördermaßnahmen entnehmen Sie am besten den dafür spezialisierten Datenbanken im Netz. Sie können z.B. in der BINE Förderdatenbank und dem Bundeswirtschaftsministerium nachsehen (die Liste ist nicht vollständig!). Beachten Sie jedoch, dass es keinen Rechtsanspruch auf die Förderungen gibt und dass es sein kann, dass das Geld in den Fördertöpfen knausrig ausgegeben wird. Die Bedingungen und Fristen der Antragsstellung werden auch häufig geändert. Speziell während der Zeit des Jahreswechsels ist es sinnvoll, sich während der Planung mehrfach zu informieren.

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Messtechnik

Qualitativ hochwertiges Bauen erfordert eine Kontrolle der Bauausführung. Sollten doch Bauschäden aufgetreten sein erfordert dies eine genaue Analyse der Ursachen. Für diese und weitere Fragestellungen bieten wir verschiedene Messtechnik an. Dazu gehören Feuchte-, (Oberflächen-)Tempertur-, Luftgeschwindigkeits- und Luftdichtheits-Messungen. In Kooperation bieten wir auch Thermografien und Kombinationen verschiedener Messtechniken an.

Top  (siehe auch Schwerpunkt und Kooperationen.)

Luftdichtheit

Alle Gebäude müssen heute „luftdicht“ gebaut werden. Diese Luftdichtheit von Neubauten und Um- oder Ausbauten wird mit Hilfe des Blower-Door-Tests nachgewiesen. Sie ist wichtig, um Energie einzusparen und Bauschäden zu vermeiden. Vor allem Bauschäden sind gefährlich, da durch Leckagen entweichende feucht-warme Luft sehr viel Kondensat in gedämmte Bauteile führen kann, was schnell zu Schimmel- und Fäuleschäden führt. Die rechtliche Grundlage zur Einhaltung der Luftdichtheit ist die EnEV, die die Einhaltung der DIN V 4108-7 vorgibt. Diese Messungen führen wir nach der DIN EN 13829 und zusätzlich nach den Qualitätsanforderungen des Fachverbandes Luftdichtheit im Bauwesen e.V. (FLiB) durch. Gerne beraten wir Sie zur entsprechenden Bauausführung bzw. zur Beseitigung gefundener Leckagen.

Top  (siehe auch Schwerpunkt.)

Seminare und Vorträge

Im Rahmen unseres Kompetenzbereiches führen wir auch Seminare und halten Vorträge. Zielgruppen reichen dabei von den Architekten über Gebäude-Verwalter bis zu den bauinteressierten Laien. Themen sind zum Beispiel

  • Niedrigenergie-, Energieeffizienz- und Passivhäuser
  • Passivhaus-Planung
  • Simulation von Haustechnik mit Polysun
  • Bauphysik
  • Wärmebrückenfreies Bauen
  • Berechnungen zur Energieeinsparverordnung mit Dämmwerk
  • Auswahl der Haustechnik für Handwerksbetriebe und Bauherren
  • Haustechnik für Architekten und Ingenieure
  • KfW-Qualitätssicherung
  • Simulation von Haustechnik mit Polysun
  • Wirtschaftlichkeits-Betrachtungen
  • Luftdichtheit von Gebäuden
  • Solares Bauen mit Glas
  • Passive Solarenergienutzung

Die Seminare bieten wir weniger in eigener Organisation, sondern mehr in Kooperation mit diversen Seminaranbietern an.

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